Karin Schuff

DE ENGL SE
Die Künstlerin Karin Schuff Biografie

Auszüge aus der Einführung von Prof. Dr. Helge Bathelt, M.A. zur Eröffnung der Ausstellung "Schwarzmalerei" in der Galerie im Kulturzentrum der Stadt Herrenberg, 2010

„Karin Schuff lässt ihr Schwarz selten alleine, sondern kontrastiert ihm Farben, die es vertiefen und zum Leuchten bringen. Sie wählt aus zwischen kleinformatiger Intimität und großflächigem Drama. Sie erreicht mit breiten Bahnen eine aufregende Unmittelbarkeit und spielt so genial mit dem Tiefenraum, dass er zur Selbstverständlichkeit wird. Karin Schuff erreicht jene Unmittelbarkeit im Bildganzen, die nur die Besten im Abstrakt-Expressiven, im Informellen und Gestischen erreichen. Deshalb haben wir zwei Sonderborgs im Foyer auch hängen lassen als Beweis dafür, dass hier auf gleicher Augenhöhe gearbeitet wurde, Lichtjahre entfernt von einer Gegenstandslosigkeit, die mehr verstellt als eröffnet, mehr vorgibt als sie inhaltlich einzulösen in der Lage ist.“…

...“ In der Werken der Karin Schuff finden wir in ihren kleinen Formaten einen Kosmos an Variabilität, finden durchaus Ungleiches, weil sie immer authentisch bleibt und selbstreflektierend arbeitet, ihr subjektiv Wirkliches Bild werden lässt. Eine wunderbare Raumtiefe von soghafter Wirkung kann dann entstehen, zugleich aber auch ein Bild, das ein Lichtes erfindet, das jedem Altarraum angemessen wäre. Hier haben wir allerdings das Kleinformat verlassen. Die gemeinte großartige Arbeit werden sie im anderen Gebäude finden, denn sie ist unübersehbar.“…

…“ Eigentlich möchte ich nicht nach dem „Weiblichen“ in der Kunst Karin Schuffs suchen und doch ist es für mich präsent. Die ungeheure Kraft in ihrer Kunst ist nicht eine, die kriegerisch und kämpferisch auftritt, sondern sie ist erfüllt von wirklicher Stärke und lebt die Fähigkeit aus, etwas Neues schaffen zu können, das – neben allem Vertrauten – immer individuell sein wird.“